7 Tipps für kurze Wege

Juni 21KücheErgonomie
Zwischen Spüle, Arbeitsfläche und Vorratsschrank legen wir über das Jahr gesehen einige Kilometer zurück. Um diesen alljährlichen "Küchenmarathon" so effizient und ergonomisch wie möglich zu gestalten, hat Blum nach Ergebnissen einer internen Bedürfnisforschung 7 Tipps entwickelt. So wird aus dem Dauerlauf ein Spaziergang.

Die Fadenstudie zeigt: Die Summe der vielen kleinen Wegstrecken in der Küche ergibt im Alltag einen weiten Weg.

Die clevere Methode, um Laufwege zu bestimmen 

Ein roter Faden, dem es sich zu folgen lohnt: Mit der sogenannten "Fadenstudie” nutzt Blum einen bewährten Weg, tägliche Küchenabläufe exakt darzustellen. Dafür wurde einem virtuellen Probanden ein Faden ans Bein gebunden, der die Wege und Aktivitäten in der Küche nachvollziehbar macht. In einer L-Küche wurden 7 unterschiedliche Tagesabläufe gemessen. Hierfür wurden optimale Bedingungen geschaffen – also ohne das Vergessen von Dingen oder den Einfluss von anderen Personen in der Küche.

Im Durchschnitt ...

  • ... legte der Proband täglich 264 m zurück – das entspricht hochgerechnet einer jährlichen Gesamtstrecke von über 96 km!

  • ... wurde der Mülleimer täglich bis zu 50-mal geöffnet.

  • ... gingen die Schränke bis zu 80-mal am Tag auf.

Deshalb haben wir nützliche Tipps und Tricks zusammengetragen, um die Küche so effizient wie möglich einzurichten und unnötige Strecken zu vermeiden.

Um eine ergonomische Küche zu planen, gibt es einige große und viele kleine Details, auf die jeder und jede von uns achten kann.

Tipp 1: Kochgewohnheiten berücksichtigen

Es gibt unterschiedliche Arten seine Küche zu nutzen. Wird hauptsächlich allein gekocht oder arbeiten meist mehrere Personen zeitgleich? Lieben es die Küchennutzer zu backen oder ist der Lieferservice der beste Freund? Wie die Küche im Alltag genutzt wird, ist entscheidend für die Küchenplanung und letztendlich auch was sie leisten muss. 

Alleine kochen oder doch lieber zusammen? Die Antwort darauf hat Einfluss auf die Küchenplanung.

Tipp 2: Einkaufsverhalten beobachten

Beobachten Sie Ihr Einkaufsverhalten. Kaufen Sie auf Vorrat und wird ein Lager benötigt oder gibt es die Möglichkeit, nahezu täglich frische Lebensmittel zu besorgen? Wie jemand einkauft, hat Einfluss auf die Küchengestaltung und die benötigte Menge an zentralem Stauraum, sprich die Anzahl der Schränke. 

Wer auf Vorratshaltung setzt, der findet im praktischen Vorratsschrank SPACE TOWER von Blum viel Platz für alle möglichen Lebensmittel.

Tipp 3: Zusammenbringen, was zusammengehört

Messer nahe beim Schneidbrett, Geschirr nahe beim Geschirrspüler. Spielen Sie typische Tätigkeiten, wie beispielsweise ein Frühstück zubereiten, gedanklich durch und richten Sie Ihre Küche dementsprechend ein. Wo ist die Arbeitsfläche? Wo ist der Herd? Verstaut werden soll alles dort, wo es während der Nutzung gebraucht wird. Das spart Zeit und Wege. 

Alles griffbereit? Wer sich vorab überlegt, welche Staugüter er wo benötigt und das bei der Kücheneinrichtung berücksichtig, hat alles schneller zur Hand.

Tipp 4: Ausreichend Arbeitsfläche einplanen

Der bevorzugte Platz für die Zubereitung von Speisen liegt zwischen Spüle und Kochfeld. Damit es hier nicht zu Engpässen kommt, sollten dazwischen mindestens 80 cm Arbeitsfläche eingeplant werden.

Der ideale Platz für die Arbeitsfläche ist zwischen Spüle und Kochfeld.

Tipp 5: Ergonomie dank optimaler Arbeitshöhe

Die richtige Arbeitshöhe ist entscheidend für ergonomisches Arbeiten, denn sonst sind Rückenschmerzen vorprogrammiert. Die Hauptnutzerin oder der Hauptnutzer der Küche sollte bequem und ohne Einschränkung arbeiten können. Messen Sie einfach die Höhe vom Boden bis unter den abgewinkelten Ellenbogen – die Höhe der Arbeitsplatte sollte 10-15 cm weniger betragen. 

Die Höhe bis unter den abgewinkelten Ellenbogen minus 10-15 cm ergeben die ideale Arbeitshöhe.

Tipp 6: Zukunftsfitte Schranklösungen

Küchen werden bis zu 20 Jahre genutzt. Wer durchdachte Schränke wählt, kann sicher sein, dass die Küchenarbeit auch bei veränderten Lebensumständen immer einfach und bequem ist:

  • Unterschränke mit Schubladen und Inneneinteilungen wie oder vorsehen.

  • Hochschränke mit einzelnen Auszügen für die Haltung von Vorräten wählen – zum Beispiel der Vorratsschrank von Blum. 

  • Oberschränke mit Klappen einplanen, dadurch ist Kopffreiheit gegeben. Wir empfehlen Produkte aus der

AVENTOS-Hochklappen bringen Kopffreiheit und lassen sich dank der Öffnungsunterstützung SERVO-DRIVE mit Knopfdruck schließen.

Tipp 7: Die passende Küchenform wählen

In erster Linie hängt die richtige Küchenform, neben dem persönlichen Wunsch, davon ab, was der Raum vorgibt. Vorinstallierte Anschlüsse, Raumgröße, Türen und Fenster sind oft maßgebend für die Einteilung der Küche. Die gute Nachricht ist: Jedes Küchenlayout kann für den persönlichen Bedarf optimiert werden. Für einen Vergleich der unterschiedlichen Küchenformen haben wir diese mit den gleichen Schränken ausgestattet und miteinander verglichen. 

Die Küche in U-Form ist das effizienteste Layout, da mit wenigen Schritten alles erreicht werden kann.

Eine Küche mit Kochinsel lässt sich sehr gut in einen offenen Wohnraum integrieren. Im Vergleich mit der U-Form beträgt der Unterschied der notwendigen Wege zwischen 2 % (Spüle auf der Insel) und 8 % (Spüle im hinteren Bereich).

Die Küche in G-Form eignet sich besonders für großzügige Räume. Sie ist mit nur 6 % mehr Laufweg auch sehr effizient.

Bei einer zweizeiligen Küche werden etwa 11 % mehr Strecke zurückgelegt. Sie wird meist verwendet, wenn nur 2 gegenüberliegende Stellwände verfügbar sind.

Die L-Küche ist die meistverbreitete Küchenvariante, da sie sich in fast jedem Raum realisieren lässt. Trotzdem bleibt sie mit etwa 23 % mehr Laufweg deutlich ineffizienter als die U-Form.

Piktogramm einer einzeiligen Küche

Die einzeilige Küche ist eine günstige und platzsparende Alternative zur Küche mit zwei Zeilen und besonders für kleine Haushalte geeignet. Die Küchengeräte befinden sich nebeneinander entlang der Zeile, was für häufiges Hin- und Herlaufen und durchschnittlich 40 % mehr Schritte sorgt. Das erhöht den jährlichen Laufweg in der Küche auf über 3 Marathons.

Gut geplant ist halb gewonnen

Wenn Sie bei Ihrer Küchenplanung Schritt für Schritt die Möbel auf Funktionalität und Praktikabilität prüfen, werden Sie auf lange Sicht viele Laufwege einsparen können. Sprechen Sie am besten mit Ihrer Küchenplanerin oder Ihrem Küchenplaner. Geben Sie ihr/ihm so viele Informationen wie möglich zu Ihren Koch- und Einkaufsgewohnheiten, Ihren Vorlieben und sonstigen Wünschen. Dann wird der sagenumwobene Küchenmarathon für Sie ganz bestimmt nur ein Märchen bleiben.

Weitere 7 Tipps, um den Küchenmarathon in einen Spaziergang zu verwandeln:

1
Schutz vor tiefem Fall.

Die Kombination aus seitlich geschlossenen Schubladen und hohen Rückwänden verhindert, dass Gegenstände hinten in den Schrank fallen.

2
Ergonomie steckt in jedem hilfreichen Detail.

Mechanische oder elektrische Öffnungsmechanismen sind ideal, wenn man mal die Hände voll hat.

3
Weite Öffnung für besseren Zugriff.

Schubladen mit Vollauszug garantieren bestmöglichen Zugriff auf den gesamten Inhalt.

4
Immer flexibel bleiben.

Je besser die Inneneinteilung, desto praktischer lässt sich die Küche organisieren. Flexible Inneneinteilungen bringen Ordnung in jede Schublade.

5
Alles im Auge, alles im Griff.

Lagern Sie Gegenstände, die oft benutzt werden, leicht erreichbar in Augen- und Griffhöhe.

6
Je seltener, desto höher.

Dinge, die nur selten benutzt werden, verstauen Sie am besten ganz oben. So bleibt mehr Platz in der ergonomisch wertvollen Griffhöhe.

7
Je schwerer, desto tiefer.

Schwere und sperrige Gegenstände bekommen ihren Platz in den unteren Ebenen des Schranks.

Verabschieden Sie sich von Hürden und Hindernissen beim täglichen Küchenlauf.

Auf einen Blick: Die 7 Tipps für kurze Wege

  • Kochgewohnheiten berücksichtigen: Wird regelmäßig frisch gekocht oder eher aufgewärmt? Wie viele Personen nutzen die Küche? Passen Sie Ihre Küche daran an. 

  • Beobachten Sie Ihr Einkaufsverhalten – kaufen Sie auf Vorrat oder täglich frisch? Je nachdem müssen Sie den Platz für Ihre Vorratshaltung einplanen. 

  • Verstauen Sie wenn möglich alles dort, wo es während der Nutzung gebraucht wird.

  • Ausreichend Arbeitsfläche einplanen – mindestens 80 cm.

  • Die richtige Arbeitshöhe beugt Rückenschmerzen vor.

  • Schranklösungen für die Zukunft planen – im besten Fall sollte Ihre Küchen noch in 20 Jahren zu Ihnen passen. 

  • Die passende Küchenform auswählen. Die U-Form ist das effizienteste Layout. 

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