Warum Mikro-Apartments im Trend liegen

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Dornbirn, Österreich

Lebensqualität ist keine Frage der Quadratmeterzahl. Das beweist das Konzept des sogenannten Micro Living. Es bedeutet nicht nur Wohnen auf kleinstem Raum. Es ist ein ganzheitlicher Ansatz, der bei der Gebäudehülle beginnt und sich nahtlos bis zur Innenausstattung fortsetzt. Ein gelungenes Beispiel hierfür ist das Mikrowohnungskonzept von Rhomberg Bau im österreichischen Dornbirn, bei dem Blum beratend mitgewirkt hat.

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Wohnen auf kleinstem Raum mit größtem Komfort: Ein Apartment im Projekt DAVID hat eine Wohnfläche von rund 33 Quadratmetern. Es ist komplett möbliert und vereint dabei hochwertige Materialien mit zeitlosem, höchst funktionalem Design. Alles, was im privaten Bereich keinen Platz hat, findet sich in gemeinsam genutzten Räumen – Stichwort Co-Living: Lounge mit Teeküche und Bücherecke, Fahrradabstellplätze, Werkraum, Waschküche und Außenbereiche mit Hochbeet, Grillplatz und Sitzgelegenheiten.

„Unsere moderne Art des Wohnens reagiert gleich auf drei große Herausforderungen auf einmal: Grundstücksmangel, Baukosten und leistbares Wohnen.“

Jung und Alt gemeinsam

Das Konzept ist für alle Lebensphasen geeignet. Während lange Zeit Studenten und Young Professionals die wichtigsten Zielgruppen für diese 1-Zimmer-Wohnungen waren, steigt die Anzahl älterer Menschen, die diese Wohnform vielerorts zu schätzen wissen. Nicht nur in Österreich. Der Unterschied liegt lediglich in den angebotenen Services, die die Apartments zusätzlich attraktiv machen. Diese reichen von kostenlosem WLAN, Car- oder Bike-sharing und Reinigungsdiensten bis hin zu sogenannten Serviced Apartments, in denen ältere Bewohner ergänzende, z. B. auch pflegende Dienstleistungen in Anspruch nehmen können.

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Kurzzeitige Modeerscheinung oder langfristiger Trend?

Bis 2035 soll der Marktanteil der Single-Haushalte allein in Deutschland 44 % betragen. Ein Trend, der Mikro-Apartments reichlich Zulauf bescheren wird. Der Hauptgrund liegt darin, dass immer mehr Menschen urban wohnen und flexibel sein möchten. Möblierte Wohnungen mit kurzen Mietverträgen sind für digitale Nomaden wie geschaffen.

„Die Mikro-Apartments punkten durch ihre clevere Grundrissplanung, die ausgeklügelte Möblierung sowie die Konzentration auf das Wesentliche.“

Urbanisierung und Wohnraumverknappung

In Großbritannien und den USA ist das Konzept Micro Living schon seit Längerem etabliert. Ein schönes Beispiel ist der modular aufgebaute Carmel Place im New Yorker Stadtteil Manhattan. In Japans Metropole Tokio ist die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum schon seit Jahrzehnten groß. Dort entstanden bereits 1970 die ersten Mikro-Apartments – im selbst heute noch futuristisch anmutenden, wenn auch etwas in die Jahre gekommenen Nakagin Capsule Tower.

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Design bis ins kleinste Detail durchdacht

Wenn man viel Funktion auf wenig Fläche unterbringen möchte, ist ein hohes Maß an Kreativität gefragt. Jeder Quadratmeter muss optimal genutzt werden. Gleichzeitig sind Design, Hochwertigkeit und Komfort sehr wichtig. Mit maßgefertigten, idealerweise raumhohen Einbauten und multifunktionalen Möbeln lassen sich diese Anforderungen erfüllen. Beim Projekt DAVID in Dornbirn fallen insbesondere die durchdachte Raumaufteilung und die smarten Aufbewahrungslösungen in allen Wohnbereichen auf. Nutzer der Mikro-Apartments berichten, dass sich der vorhandene Platz dadurch wesentlich größer anfühlt, als er tatsächlich ist. Gleichzeitig inspiriert diese Wohnform zur Reduktion auf das Wesentliche. Weniger kann in vielen Bereichen des Lebens mehr sein.

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Gemeinsam statt einsam

Egal in welchem Alter oder in welchem Lebensabschnitt: Alleine zu wohnen muss nicht bedeuten, dass man sozial isoliert lebt. In ihren privaten Apartments können sich die Bewohner zurückziehen, sind aber nicht einsam. Denn Micro Living stillt das Bedürfnis nach Geselligkeit und Kommunikation sozusagen auf Abruf in den Gemeinschaftsbereichen. Daher ist der Community-Gedanke ein zentraler Wesenszug von Micro-Living-Wohnobjekten.

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