Vom Haus zur Wohnung
Während viel Menschen von einem großen Haus träumen, haben Günther und Ingeborg Dellanoi den umgekehrten Schritt gewagt: Sie sind von ihrem Haus in eine kleinere Wohnung umgezogen. Von Melancholie fehlt aber jede Spur, wenn die beiden Pensionisten von ihrem neuen Heim berichten. Ganz im Gegenteil: Die beiden kommen gar nicht aus dem Schwärmen heraus. Wie das geglückt ist, erzählen sie im Gespräch mit Blum Inspirations:
Blum Inspirations: Günther und Ingeborg, wie seid ihr auf die Idee gekommen, von einem großen Haus in eine kleine Wohnung zu übersiedeln?
Günther Dellanoi: Wir haben schon länger mit dem Gedanken gespielt, uns für unseren Ruhestand einen Alterswohnsitz zuzulegen. Da kam der Zufall ein wenig mit ins Spiel und eine Wohnung neben der unserer Tochter ist frei geworden. Die Lage mitten in der Stadt war natürlich auch ein gutes Argument.
Ingeborg Dellanoi: Man weiß ja nicht wie alt man wird – und auch nicht wie man alt wird. Darum war uns klar, dass wir etwas kleineres und barrierefreies für die Zukunft möchten. In unserem Haus befanden sich zum Beispiel das Bad und das Schlafzimmer im Obergeschoss. Das würden wir zwar heute noch schaffen, aber man weiß nicht, was die Zukunft bringt.
Blum Inspirations: Ist euch der Umzug leicht gefallen?
Ingeborg Dellanoi: Wir sind in der guten Lage, dass wir unser Haus praktisch als Familiensitz behalten konnten und es weiter von uns und unseren Kindern genutzt wird. Darum hatten wir beim Umzug keinen Zeitdruck.
Günther Dellanoi: Es fiel uns eigentlich sehr leicht, uns einzuleben. Wir haben einen kleinen, guten Bekanntenkreis in unserem neuen Zuhause und hier haben wir außerdem den Vorteil, dass alles zu Fuß erreichbar ist. Wir brauchen das Auto eigentlich fast nur noch wenn wir Post bei unserem alten Haus abholen, oder ich zum Schachclub fahre.
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Blum Inspirations: Für die Einrichtung eurer Wohnung habt ihr eng mit der Bedürfnisforschung von Blum zusammengearbeitet. Wie hat das eure fertige Wohnung beeinflusst?
Günther Dellanoi: Wir hatten die Gelegenheit in der Laborküche von Blum gemeinsam mit unserem Tischler und unserer Innenarchitektin zu "schnuppern". Hier entdeckten wir einige spannende Möglichkeiten, die wir für unsere Wohnung nutzen konnten. Vor allem die platzsparenden Ideen haben uns beeindruckt und setzten wir dann auch bei uns zuhause um.
Ingeborg Dellanoi: Der Raum selbst kann ja nicht größer gemacht werden. Man muss mit dem arbeiten, was man hat und so viel Stauraum wie möglich herausholen. Das ist vor allem in einer Situation wie der unseren wichtig, wenn es von einem größeren Wohnraum in einen kleineren geht. Man kann sich schließlich nicht von allem trennen. Auch wenn man natürlich gut überlegen muss, was man wirklich braucht.
Blum Inspirations: Für welche Lösungen habt ihr euch konkret entschieden?
Günther Dellanoi: Manche Lösungen haben wir an mehreren Stellen in der Wohnung umgesetzt. Zum Beispiel haben wir generell darauf geachtet, dass wir überall im Oberschrank Klappen statt Türen einsetzen. Bei den Schubladen haben wir versucht, die ganze Länge und Tiefe der Möbel auszunutzen. In der Küche haben wir zum Beispiel sehr große Schubladen mit rund 70 Zentimetern Tiefe für mehr Stauraum. Und wir haben auch versteckten Raum genutzt.
Mehr zu Klappen im Oberschrank
Ingeborg Dellanoi: Wir setzten auch an mehreren Stellen in der Wohnung auf die Sockellösung Damit haben wir eine zusätzlich Lade im Sockel und noch dazu eine sichere Tritthilfe, wenn wir etwas aus dem Oberschrank holen müssen. Wir hatten damals einen der ersten SPACE STEP und Blum hat uns sogar schon einmal zuhause besucht und zu unseren Erfahrungen befragt.
Mehr zu Ingeborgs und Günthers Erfahrungen mit SPACE STEP
Blum Inspirations: Abgesehen vom SPACE STEP und den Klappen im Oberschrank – wie habt ihr eure Küche noch gestaltet?
Ingeborg Dellanoi: Die große Besonderheit in der Küche ist die Doppel-Nutzung der Möbel als Küche auf der einen Seite und Schrank auf der anderen. Durch besonders lange Schubladen konnten wir so das sonst "tote Eck" in der Küche auf der Schrankseite perfekt nutzen.
Blum Inspirations: Habt ihr auch im Wohn- und Esszimmer praktische Anwendungen untergebracht?
Günther Dellanoi: Unser großes Wohnzimmer-Möbel hat überall Stauraum versteckt. In den oberen Schränken haben wir Klappen, sonst zum Teil sehr tiefe Schubladen. Da geht sich auch eine große Schublade für die Spiel- und Malsachen unseres Enkels aus. Wir haben sogar beim Esstisch auch einen Kniff eingebaut – er lässt sich mit Hilfe des -Führungssysstems bei Bedarf verlängern.
für viel Besuch...
...oder kleine Runde.
Blum Inspirations: Welche Lösungen habt ihr sonst noch in der Wohnung im Einsatz?
Ingeborg Dellanoi: Wir haben keinen Zentimeter verschenkt. Nach dem Prinzip haben wir die ganze Wohnung gestaltet.
Blum Inspirations: Auch im Schlafzimmer?
Günther Dellanoi: Ja, unser Bett ist zum Beispiel ein wenig höher. Dadurch können wir nicht nur gut aufstehen, sondern haben unter dem Bett nochmal zusätzlich viel Stauraum mit langen Schubladen gewonnen.
Gemütliches Bett...
...und Stauraum-Wunder
Blum Inspirations: Wenn ihr eure Situation vergleicht – als ihr damals euer Haus gebaut habt und heute in der Wohnung – hättet ihr es rückblickend anders gemacht?
Günther Dellanoi: Grundsätzlich nicht. Damals hat es für uns gut so gepasst. Wir haben schließlich eine Familie gegründet und das Haus im Laufe der Jahre immer wieder erweitert. Rückblickend hätte man vielleicht das eine oder andere anpassen können und zum Beispiel das Schlafzimmer und das Bad im Erdgeschoss planen, aber das hätte an der Gesamtsituation nicht viel geändert. Jetzt passt es einfach nicht mehr zu unseren Bedürfnissen.
Ingeborg Dellanoi: Wichtig ist einfach, dass man offen bleibt. Mit dem Umzug muss mit dem bestehenden abgeschlossen werden und ein Neubeginn in der neuen Wohnung gemacht werden.
Blum Inspirations: Welchen Tipp würdet ihr Menschen in einer ähnlichen Situation geben?
Günther Dellanoi: Wir würden jedem dazu raten, sich einfach früh genug mit der Wohnungsfrage auseinander zu setzen. Es soll ja schließlich auch Zeit sein, um sich gut einzuleben. Je länger man zögert, umso mühsamer wird es.
Ingeborg Dellanoi: Ich würde auch noch dazu raten, sich vorab auch bewusst zu machen, dass man auch auf engerem Raum zusammenlebt, wenn man auf eine kleinere Wohnung wechseln will. Wir haben viel vom Stauraum gesprochen, aber es geht auch darum, dass der Mensch Platz braucht und jeder seinen eigenen Rückzugsort einplanen sollte.
Blum Inspirations: Danke für das Gespräch!
Mehr zum Thema zukunftsfit Einrichten:
Das Interview auf einen Blick:
Günther und Ingeborg Dellanoi tauschten ihr Haus gegen ein kleineres, barrierefreies Zuhause in zentraler Lage, um ihren Ruhestand zu genießen
Für den Wechsel von einem großen zu einem kleinen Wohnraum muss viel Stauraum eingeplant werden
Schubladen, die die ganze Tiefe des Möbels und Nischen nutzen, bringen zusätzlichen Platz
Klappen im Oberschrank sorgen in allen Wohnbereichen für Komfort
Die Sockellösung SPACE STEP bringt eine zusätzliche Lade im Sockel und eine sichere Tritthilfe
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